S c h n e l l e s   I n t e r n e t   i m   D o r f

Schnelles Internet im Stadtteil Gennebreck der Stadt Sprockhövel und in Oberelfringhausen?

Aktueller Stand:

Für viele Haushalte im Bereich Mettberg und Herzkamp Dorf wurde der Wunsch nach schnellem Internet im Herbst 2015 Wirklichkeit. Schee folgte zum Jahreswechsel 2016/2017.
Bis dahin schien schnelles Internet über
eine DSL-Anbindung für alle Bürger im Bereich vom Deilbach bis zur Quellenburg und vom Mettberg bis nach Oberelfringhausen ein unerfüllbarer Wunschtraum.
Betroffen war der Bereich, der an die Vermittlungsstelle Müggenburg angeschlossen ist und über ein Kabel in der Barmer Straße versorgt wird. Das sind in Gennebreck die Telefonnummern mit der Vorwahl 0202, die mit 52 beginnen. Heute sind auch andere Nummern hinzugekommen, z.B. solche, die mit 252 beginnen.
Für Oberelfringhausen sowie für Häuser im Außenbereich gibt es weiterhin keinen Fortschritt.

Chronologie:

2010

Um für alle Mitbewohner im Dorf eine Verbesserung der Situation zu erreichen, wurde im Mai 2010 bei der monatlichen Bürgerversammlung ein AK DSL gebildet.
Egal welcher Anbieter wegen einer Verbesserung der Breitbandanbindung gefragt wird, alle wollen Fakten über das bei einer verbesserten Breitbandanbindung mögliche Geschäft für ihre Kalkulationsgrundlage. Deshalb wurde zur Klärung des Bedarfs ein Fragebogen verteilt und ausgewertet.

Die Ergebnisse und das weitere Vorgehen wurden im Juli besprochen. Hier der Bericht in der WZ: Link zur WZ.
Im September brachten Vertreter der Bürgergemeinschaft das Thema über den Lenkungskreis in die politischen Gremien. Bei der Stadtverwaltung war das Problem bisher nicht bekannt und auch bei der städtischen Wirtschaftsförderung wird kein Bedarf gesehen. Am 16. September besuchten 3 Vertreter des AK DSL eine Veranstaltung des Zele (Zentrum für ländliche Entwicklung) in Bad Sassendorf zum Thema DSL. Dort war auch das zuständige Ministerium vertreten. Es wurden Projekte aus NRW zu Verbesserung der Internetanbindung vorgestellt. Es war beeindruckend, was man erreichen kann, wenn viele Bürger mitmachen.
Dies ist leider in Gennebreck nicht der Fall. Wie die Umfrage ergeben hat, sind zwar viele Bürger unzufrieden mit der DSL-Versorgung, wollen sich aber nicht gemeinsam engagieren. Deshalb wurde das Thema mangels Interesse nicht aktiv weiterverfolgt.

2012

Im Oktober 2012 unternahm ein Bürger aus Schee, unterstützt von der FDP, einen erneuten Vorstoß, allerdings ebenfalls erfolglos. Das Amt für Wirtschaftsförderung stellte sich erneut ein Armutszeugnis aus. Hier der Bericht in der WZ:
Link zur WZ

2013
Zum Jahresbeginn wurde ein neuer Versuch gestartet, die DSL-Versorgung zu verbessern. 2 Vertreter der Telekom und Herr Merken (Amt für Wirtschaftsförderung) stellten sich am 16. April 2013 den Fragen der Bürger.
Der Vertreter der Telekom legte die Kosten dar: ohne Schee bleibt bereits eine Finanzierungslücke von 150.000 €. Wo soll das Geld herkommen? Landesförderung könnte nur für Schee beantragt werden, da Herzkamp noch zu gut versorgt ist. Die Förderprogramme laufen zum Jahresende aus und die Stadt hat kein Geld für den nötigen Eigenanteil. Kosten der Leitungsführung könnten gesenkt werden, wenn Leerrohre und Glasfaserkabel der AVU genutzt würden. Dies will die Telekom prüfen und neue Zahlen nennen. Ein Arbeitskreis will versuchen, die Sache voranzubringen. Hier der Bericht in der WZ:
Link zur WZ
Die Telekom sieht sich technisch nicht in der Lage, die Leitung der AVU zu nutzen. Bei der Bürgerversammlung am 8. Oktober wurde vereinbart, nach einem anderen Anbieter zu suchen. Die Stimmung sinkt.

Im November äußerte Herr Merken (Amt für Wirtschaftsförderung), dass es evtl. Möglichkeiten gäbe, die Wirtschaftlichkeitslücke zu reduzieren. Es soll neue Gespräche mit der Telekom geben.
Im Dezember lud der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Brauksiepe zu einem Gespräch mit Vertretern der Telekom und wies diese auf die unbefriedigende Situation im EN-Kreis hin. Kurz darauf befasste sich auch der städtische Beirat für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing mit dem Thema.

2014

Am 10. Februar 2014 ergab ein Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden der Ratsparteien den gemeinsamen Antrag zu einer Sondersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am 5. März. Einziges Thema der Sondersitzung war die flächendeckende Breitbandversorgung in ganz Sprockhövel. Es wurde beschlossen, dass Rat und Verwaltung die Sache vorantreiben.
Ein Gespräch mit E-ON Ruhrgas ergab, dass ein altes Gasrohr in der Barmer Straße zur kostengünstigen Verlegung eines Glasfaserkabels nach Herzkamp genutzt werden könnte. Der Telekom ist das Rohr aber zu dick.

Bei einem Gespräch im Rathaus hat die Telekom für Herzkamp ein neues Angebot gemacht: Der Ort könnte eine von bundesweit 30 Pilot-Ortschaften sein, in welchen die Telekom eine VDSL-50 Anbindung vornimmt. Voraussetzung ist, dass 358 VDSL-Verträge mit der Telekom abgeschlossen werden. Bei einer Versammlung am 20. Mai beantworteten Bürgermeister Dr. Walterscheid, Herr Merken (Amt für Wirtschaftsförderung) und Herr Rohleder (Telekom) die Fragen der Bürger. Es sollte nun versucht werden, diese Verträge einzuwerben. Siehe auch hier:
VDSL-50
Am 25. August 2014 wurden die Verträge von Marcus Berghaus gesammelt an die Telekom übergeben. Damit war der Weg frei für VDSL-50 im Bereich Mettberg und Herzkamp Dorf. Das sind die Haushalte, welche an die Verteilerkästen Einfahrt Ochsenkamp, Herzkamp Kirche und Einfahrt Martin-Luther-Straße angeschlossen sind.

2015
Die meisten Haushalte, die 2014 einen Vertrag unterschrieben hatten, haben im Herbst 2015 schnelles Internet erhalten. Ein schönes Beispiel dafür, dass sich bürgerschaftliches Engagement lohnt. Das Projekt „schnelles Internet" der Bürgergemeinschaft Herzkamp wurde damit(überwiegend) erfolgreich abgeschlossen. Besonderer Dank gebührt Marcus Berghaus für die Organisation und insbesondere dafür, dass er die Verhandlungen unermüdlich vorangebracht hat.
Leider gab es beim Anschluss auch Probleme: Bei einigen Anschlüssen gab es mehrwöchige Störungen. Bei anderen Haushalten stellte sich heraus, dass die Zuleitung zu schlecht oder zu lang ist. Deshalb ist dort kein VDSL-50 möglich.

Für Schee wurde seitens der Stadt Sprockhövel Anfang 2015 ein Förderantrag an das Land gestellt, um das Glasfaserkabel von Herzkamp weiter nach Schee zu legen. Die Fördermittel wurden am 24. Juli 2015 bewilligt. In einem Kooperationsvertrag hat die Stadt nun mit der Telekom die Versorgung des Ortsteiles Schee mit VDSL bis Anfang November 2016 vereinbart.

2016
Das nötige Glasfaserkabel wi
rd von Herzkamp aus zum Verteilerkasten an der Ecke Elberfelder Straße / Auf dem Schee verlängert. Am 22. August wurde dort nach einem Fehlversuch im Juli erneut mit der Verlegung des Glasfaserkabels begonnen. Ab dem Verteilerkasten werden die vorhandenen Kupferleitungen genutzt. Seit Mitte Dezember können die Anschlüsse in Schee durchgeführt werden. Die Hausanschlüsse werden von den Arbeiten nicht berührt.
Die Telekom ist verpflichtet, die neuen Leitungen auch Mitbewerbern zur Verfügung zu stellen. Falls Sie bisher einen Vertrag mit einem anderen Anbieter haben, so können Sie VDSL auch über diesen bestellen.
Die Übertragungsrate, die an Ihrem Router ankommt, hängt von der Länge der Kupferleitung zwischen dem Verteiler und Ihrem Router ab. Auf genaue Werte will sich die Telekom nicht festlegen. Es sollen 41% der Anschlüsse im Ausbaugebiet Raten von 25-50 Mbit/s erhalten. Unter 6 Mbit/s werden lediglich 2% der Haushalte bleiben. Mit dem neuen Breitbandanschluss ist auch die Umstellung auf Internettelefonie verbunden

Haben Sie Fragen oder Anregungen: eMail an
DSL(at)Gennebreck.Info
Sie können auch gerne zur monatlichen Bürgerversammlung ins Vereinshaus, Barmer Str. 21, kommen und da Ihre Ideen vorbringen. Sie ist immer am 2. Dienstag im Monat um 19.30 Uhr.

Und wie schnell ist ihre DSL-Verbindung?
Die Zeitschrift Chip gibt Hilfe:

http://speedtest.chip.de/


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Gennebrecker Terminkalender
Bürgergemeinschaft Herzkamp



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